Knusprige Schokolade-Herzen und Choco Crossies

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Schokolade geht immer! Selbstgemachte sowieso – oder?
Wie wäre es mit selbstgemachter Schokolade zum Valentinstag?
Uuuuuuh, nicht schon wieder so ein Post – der andere Valentinspost hat doch schon gereicht. Natürlich nicht!

Auch, wenn dieser Tag eher der Konsumindustrie dient und ich nicht viel von ihm halte, gibt es dennoch einen weiteren Post. Hintergrund ist, dass ich seit fünf Jahren mit meinem Valentin zusammen bin und er an diesem tollen Tag Geburtstag hat. Da ich am liebsten Selbstgemachtes verschenke, schreit es nach einem weiteren Rezept! 🙂

Aber um Schokolade zu essen braucht man bekanntlich keinen Anlass.
Als kürzlich fructoseintolerant gewordener Mensch und Schokiliebhaberin ist es schwierig leckere fructosearme und lactosefreie Schoki zu finden, die dazu noch erschwinglich ist. Aus diesem Grund habe ich nach der Diagnose komplett auf Süßes verzichtet. Vor vier Monaten etwa habe ich dann einige Rezepte ausprobiert. Das für mich ultimative Rezept war aber nie dabei. Daher habe ich viel experimentiert et voilà: hier ist nun mein persönliches und ultimatives Schokoladenrezept! Obendrauf ist es auch viel gesünder als herkömmliche Schokolade und man weiß, was drin ist 😉
Absolute Pluspunkte gibt es sowieso dafür, dass sie fructosearm, lactosefrei, vegan und frei von jeglichen Zusatzstoffen ist. Also quasi gesund!

Ursprünglich habe ich auch nur kleine Mengen für mich allein gemacht, inzwischen ist aber Großproduktion angesagt, da alle, die Zartbitterschokolade mögen, meine Nascherei lieben 🙂

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Knusper-Herzen und Choco Crossies (zartbitter)

Gericht: Dessert
Küche: International
Portionen: 3 Bleche Crossies (bzw. 60 Herzen)
von: Rose

Zutaten
 

  • 150 g Kakaobutter
  • 100 g gemahlene Kakaobohnen
  • 50 g Backkakao
  • 170 g Reissirup* alternativ: Honig oder Agavendicksaft
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise gemahlene Vanille

Knusper

  • 100 g Dinkelflakes
  • 100 g Mandelstifte geröstet
  • 75 g Kokoschips ungezuckert
  • 75 g Cranberries getrocknet, ungezuckert

So geht’s

Choco Crossies:

  • Knusper-Zutaten grob hacken (außer die Mandelstifte).
  • Einen Topf mit etwas Wasser füllen und eine kochfeste Schüssel (der Schüsselboden sollte das Wasser nicht berühren) draufstellen, Wasser kurz aufkochen lassen und dann den Herd kleiner stellen, sodass es nicht mehr sprudelnd kocht.
  • Reissirup in die Schüssel tun und so lange rühren bis er nicht mehr zähflüssig ist, dann die Kakaobutter hinzufügen. Schön rühren bis die Kakaobutter komplett geschmolzen ist. Herd ausstellen und die gemahlenen Kakaobohnen, Salz, Vanille und Kakaopulver hinzufügen. Alles miteinander vermengen bis keine Klümpchen mehr da sind und ggf. mit Reissirup nachsüßen, falls ihr es süßer mögt. (Bedenkt aber, dass die anderen Zutaten evtl. noch Süße mitbringen.)
  • Die Masse sollte glänzen und flüssig vom Kochlöffel tropfen. Falls die Resthitze nicht ausreicht, den Herd wieder anstellen, das Wasser sollte jedoch nicht kochen, da die Schokolade sonst schnell bitter wird. Also lieber langsam schmelzen und etwas Geduld haben.
  • Die Schüssel vom Herd nehmen und die grob gehackten Knusper-Zutaten unterheben. Kleine Häufchen mit zwei Teelöffeln auf Backpapier setzen und aushärten lassen.

Knusper-Herzen

  • Für die Herzchen müssen vorher etwa ca. 70 ml der Schokomasse abgenommen werden. Dann die Knusper-Zutaten hinzufügen, vermengen und in Pralinenformen füllen. Anschließend noch mit der abgenommenen Schokomasse die restlichen Lücken befüllen, die Form zwei, dreimal auf die Arbeitsplatte klopfen und ggf. noch einmal mit der Schokomasse auffüllen. Und dann ab damit für (mindenstens) eine halbe Stunde in den Kühlschrank, damit die Pralinchen schön aushärten und sie dann aus der Form gelöst werden können.
  • (Oder ihr macht es gemischt wie ich, eine Hälfte Herzchen und eine Choco Crossies.)
  • Natürlich kann man die Schokomasse (ca. 450 g Schoki) auch ohne Knusper als reine Schokoladentafel (dünn auf ein Blech streichen oder in Schokotafelförmchen gießen) mit getrockneten Blüten z. B. verziert, herstellen. Aber auch als reine Schokopralinchen schmeckt sie – denn letztendlich ist es (m)ein universelles Schokorezept.

Mimi & Rose Tipps 📝

Allgemein ist hier alles erlaubt, was das Herz begehrt. Hauptsache der Knusperanteil liegt zwischen 300-350 g. Weitere passende Leckereien sind beispielsweise:
  • ungezuckerte Cornflakes
  • geröstete Haselnüsse
  • geröstete Pistazien
  • getrocknete Aprikosen
  • gepuffter Quinoa, Amaranth oder Dinkel
Du hast eins unserer Rezepte probiert?Zeige uns deine Kreationen bei @mimirosefoodlove oder nutze #mimirosefoodlove! Wir freuen uns sehr, von dir zu hören! 🤩

Die absoluten Profis können die Schokomasse natürlich noch temperieren, damit sie auch lange schön glänzt. An sich sollte die Schokolade mindestens zwei Monate halten, wenn sie kühl, trocken und luftdicht gelagert wird. Wer auch nur zwei Wochen schafft – Hut ab 😀
Ich bin ehrlich gesagt meistens zu faul, um die Masse zu temperieren – denn bevor sie bei mir an Glanz verliert, habe ich schon wieder dreimal nachproduzieren müssen… Ich bin ein kleiner Chocoholic und der Rest meiner verfressenen Familie auch.

Anleitung für den Schokoglanz

Nichtsdestotrotz für die Perfektionisten: die Anleitung für das richtige Temperieren.
Um den super, langanhaltenden Glanz zu erzeugen*, müsst ihr Folgendes tun:
1. Zunächst die Schokomasse auf 35° Grad erwärmen, dann auf 28° Grad abkühlen lassen (geht am besten auf einem Kühlpad aus dem TK-Fach)

2. Das ganze wieder auf 32° Grad erwärmen. Anschließend schnell in den Kühlschrank damit (vorher aber noch in Form bringen). Somit kühlt alles schnellstmöglichst runter und ihr erhaltet  den super-duper-mega-Glanz und den Schokoknack. Dabei müsst ihr aber beim Erwärmen, Abkühlen und wieder Erwärmen immer brav und fleißig rühren.

Faaaaalls die Schoki länger bei euch überlebt, kann es passieren, dass sich ein leichter, weißlicher Film bildet (wenn die Masse nicht temperiert wird). Das ist aber nicht schlimm. Es kann auch passieren, dass der Sirup/Honig/Agavendicksaft nach längerer Lagerung auskristallisiert und an die Oberfläche austritt – das hat aber ebenfalls keine geschmacklichen Auswirkungen.  Wenn sich eine dicke weiße Schicht bilden sollte, ist der Spaß reif für die Tonne 😀 Aber mit diesen Problemen wurde ich noch nie konfrontiert – auf die Risiken und Nebenwirkungen möchte ich dennoch hinweisen. 😉

*hält auch nur, wenn die ganze Geschichte korrekt gelagert wird und keinen Temperaturschwankungen ausgesetzt wird, daher übernehme ich keine Haftung.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Vernaschen!

Rose

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