Fermentiert. Scharf. Süß. Und so einfach zu machen – du wirst es nicht glauben.
Als ich letztes Jahr in Südkorea war, hat mich ein kleines Schälchen fermentiertes Gemüse auf dem Tisch in jedem Restaurant komplett umgehauen. Kein großes Tamtam, kein aufwendiges Gericht – einfach nur dieses würzige, knackige, leicht süße Rettich-Kimchi namens Kkakdugi. Es gab es überall, manchmal sogar gratis dazu und ich war sofort obsessed. 🥹
Seitdem esse ich es fast monatlich. Und ich sage dir ganz ehrlich: Ich liebe es mittlerweile mehr als klassisches Kimchi. Es ist weniger aufwendig, fermentiert schneller und passt zu so vielen einfachen Gerichten. Und das Beste? Du brauchst keinen Asiashop um die Ecke – ich mache meins mit Kohlrabi, und es schmeckt genauso geil.
Ich mag meinen Kkakdugi übrigens etwas süßer und scharf – deshalb ist in meinem Rezept etwas mehr Zucker als in klassischen Versionen. Das ist natürlich Geschmackssache! Wer es weniger süß mag, reduziert einfach auf 1 EL Zucker. Wer es so liebt wie ich – süßlich-scharf mit diesem tollen Kontrast – bleibt bei 2 EL. 🌶️
Was ist Kkakdugi überhaupt?
Kkakdugi (auch Kkaktugi oder 깍두기 geschrieben) ist eine Art Kimchi, aber statt Chinakohl wird hier gewürfelter Rettich verwendet. Der traditionelle koreanische Mu-Rettich (무) ist leicht süßlich, knackig und fester als europäischer Rettich, was ihn perfekt zum Fermentieren macht.
Das Ergebnis ist ein würziges, leicht säuerliches und scharf-süßes Beilagen-Kimchi, das in Korea zu fast jedem Gericht serviert wird – von Suppen über Reis bis hin zu gegrilltem Fleisch.
Kimchi mit Rettich vs. Kimchi mit Kohlrabi – geht das wirklich?
Kurze Antwort: Ja, absolut. 🙌
Traditionell wird Kkakdugi mit koreanischem Mu-Rettich (auch Daikon-Rettich) zubereitet. Den bekommst du gut in asiatischen Supermärkten. Da ich aber keinen Asiashop in der Nähe habe – und so oft wie ich Kkakdugi esse, wäre das sowieso unpraktisch – greife ich ganz einfach zu Kohlrabi.
Kohlrabi ist eine super Alternative: Er ist genauso fest und knackig, hat durch seine natürliche Süße sogar einen kleinen Bonus gegenüber dem Rettich, und er ist in jedem Supermarkt erhältlich. Das Ergebnis? Genauso geil wie das Original.
Kkakdugi selber machen – Meal Prep & Haltbarkeit
Einer der größten Vorteile von Kkakdugi ist, dass er sich hervorragend für Meal Prep eignet:
- Fermentationszeit: Kkakdugi braucht deutlich weniger Zeit als klassisches Kimchi. Schon nach 1–2 Tagen bei Raumtemperatur beginnt die Fermentation. Für ein mildes Ergebnis reichen 1–2 Tage, für ein intensiveres Aroma lass es 3–5 Tage stehen, dann ab in den Kühlschrank.
- Haltbarkeit: Im Kühlschrank hält sich dein Kkakdugi gut 2–4 Wochen – tendenziell wird der Geschmack mit der Zeit sogar noch komplexer.
- Vorbereiten im Voraus: Du kannst eine größere Menge auf einmal machen und hast so immer eine fertige Beilage im Kühlschrank. Perfekt für schnelle Alltagsmahlzeiten.
Wie gesund ist Kkakdugi? – Nährwerte auf einen Blick
Kkakdugi ist nicht nur lecker, sondern auch ziemlich nährstoffreich:
- Probiotika: Durch die Fermentation enthält Kkakdugi lebende Kulturen, die gut für die Darmgesundheit sind.
- Vitamin C: Kohlrabi ist reich an Vitamin C – das kommt hier also von Natur aus mit.
- Wenig Kalorien: Eine Portion (ca. 80 g) hat nur rund 25–35 kcal.
- Ballaststoffe: Kohlrabi liefert wertvolle Ballaststoffe für eine gute Verdauung.
- Gochugaru (koreanisches Chilipulver) enthält Capsaicin, das entzündungshemmende Eigenschaften hat.
Häufige Fragen rund um Kkakdugi
Kann man Kkakdugi ohne Fischsauce machen? Ja! Einfach vegane Fischsauce verwenden – die gibt es mittlerweile gut in Asiashops oder online. Der Umami-Geschmack bleibt trotzdem erhalten.
Wie scharf ist Kkakdugi? Das hängt ganz davon ab, wie viel Gochugaru du verwendest. Mit 3 EL ist es angenehm scharf, aber nicht überwältigend. Du kannst die Menge natürlich nach deinem Geschmack anpassen.
Kann man Kkakdugi einfrieren? Technisch gesehen ja, aber ich würde es nicht empfehlen. Das Einfrieren stoppt die Fermentation und verändert die Konsistenz – der Kohlrabi wird weicher und verliert seinen schönen Crunch.
Muss Kkakdugi fermentieren, oder kann man ihn direkt essen?
Kleiner Tipp von mir: Ich kann oft gar nicht bis zur Fermentation warten und nasche schon am ersten Tag. Frisch schmeckt er würzig, knackig und scharf – fast wie ein eingelegter, koreanischer Rettich, nur ohne die Säure. Absolut lecker! Aber wenn du ein paar Tage Geduld aufbringst, lohnt es sich – der Geschmack wird nochmal eine ganze Ecke komplexer.
Wie lange muss Kkakdugi fermentieren? Für ein erstes Ergebnis reichen 1–2 Tage bei Zimmertemperatur. Für mehr Tiefe und Säure lass ihn 3–5 Tage stehen. Danach einfach in den Kühlschrank – dort fermentiert er langsam weiter.
In welchem Gefäß bereite ich Kkakdugi am besten zu und bewahre ihn auf?
Ich nutze am liebsten meine flache Glasdose – die funktioniert perfekt! Glas ist generell ideal für fermentiertes Gemüse, weil es geruchsneutral ist und die Aromen nicht annimmt. Das ist besonders praktisch, weil Kkakdugi durch den Gochugaru und die Fermentation einen ziemlich intensiven Geruch entwickelt – den willst du nicht in deinen Plastikdosen haben. 😄
Das Wichtigste bei der Wahl des Gefäßes ist, dass es sich luftdicht verschließen lässt. Das hält den Kkakdugi frisch, verhindert, dass der Kühlschrank nach Kimchi riecht, und sorgt dafür, dass die Fermentation gleichmäßig abläuft. Meine Empfehlungen im Überblick:
- Flache Glasdose mit Deckel*: Mein persönlicher Favorit – übersichtlich, leicht zu entnehmen und geruchsneutral.
- Einmachglas*: Der Klassiker für Fermentiertes. Gut verschließbar und in vielen Größen erhältlich.
- Luftdichte Frischhaltedose aus lebensmittelechtem Kunststoff*: Funktioniert auch gut, sollte aber wirklich gut schließen – sonst riecht bald der ganze Kühlschrank nach Kkakdugi!
- Kimchi-Dose*: Wer öfter fermentiert, kann auch in eine spezielle Kimchi-Dose investieren – die sind extra geruchsdicht und perfekt dafür ausgelegt.
Alternativzutaten & Variationen
Du möchtest das Rezept anpassen oder hast nicht alle Zutaten zur Hand? Kein Problem – hier sind meine liebsten Alternativen:
- 🥬 Statt Kohlrabi → koreanischer Mu-Rettich oder Daikon: Das Original! Wenn du einen Asiashop in der Nähe hast, lohnt es sich. Der Mu-Rettich ist etwas weniger süß als Kohlrabi, aber genauso knackig.
- 🌶️ Statt Gochugaru → Chiliflocken*, Pul Biber* oder Gochujang*: Gochugaru* (koreanisches Chilipulver) ist der Schlüssel für den typischen Kimchi-Geschmack. Im Notfall funktionieren normale Chiliflocken, aber der Geschmack wird etwas anders – weniger fruchtig.
- 🐟 Statt Fischsauce → vegane Fischsauce oder Sojasauce: Für eine vegane Version einfach austauschen. Sojasauce gibt weniger Umami als Fischsauce, aber das Ergebnis ist trotzdem lecker.
- 🧄 Statt frischem Knoblauch → Knoblauchpulver oder confierten Knoblauch: Ich sage es direkt: Frischer Knoblauch ist hier die beste Wahl und macht geschmacklich den größten Unterschied – also wann immer möglich, greif zum frischen! Wenn du aber gerade keinen zur Hand hast, sind Knoblauchpulver oder confierter Knoblauch gute Alternativen. Confierter Knoblauch ist durch das Garen in Öl deutlich milder und leicht süßlicher als frischer Knoblauch, was wunderbar zum süßlich-scharfen Profil des Kkakdugi passt. Einfach mit einer Gabel zerdrücken und unter die Würzpaste mischen. Da er milder ist, ruhig etwas großzügiger sein – statt 4 Zehen frischen Knoblauch einfach 5–6 Zehen confierten Knoblauch verwenden und nach Geschmack anpassen.
- 🍬 Statt normalem Zucker → Reissirup*, Ahornsirup* oder Agavensirup*: Verleiht dem Kkakdugi eine leicht andere Süße.
Das passt wunderbar zu Kkakdugi
Kkakdugi ist die perfekte Beilage – aber wozu eigentlich genau? Hier sind meine liebsten Kombinationen, die ich dir wärmstens empfehlen kann:
- Die Gochujang Hackbällchen aus dem Airfryer und Kkakdugi sind ein absolutes Dreamteam – würzig, scharf, high protein und zusammen auf dem Tisch kaum zu toppen.
- Mayak Eggs – marinierte Eier koreanisch – diese kleinen Geschmacksbomben passen so gut zu Kkakdugi, dass du beide am liebsten gleichzeitig immer im Kühlschrank haben willst.
- Der warme Sojasprossen-Beilagensalat ist schnell gemacht, voller Geschmack und zusammen mit Kkakdugi eine klassisch koreanische Kombination, die einfach immer funktioniert.
- Dubu Jorim – koreanischer geschmorter Tofu in würziger Sauce trifft auf knackigen Kkakdugi – der Kontrast zwischen weichem Tofu und dem Crunch des Kohlrabis ist einfach unschlagbar.
- Der Crispy Garlic Tofu im Airfryer ist in 20 Minuten fertig und mit einem Löffel Kkakdugi dazu wird daraus eine vollständige, wunderbar ausgewogene Mahlzeit.
- Udon-Nudeln mit Pilzen in Miso-Sojasoße – cremig, aromatisch, vegan – und Kkakdugi obendrauf gibt dem Ganzen genau den richtigen Kick.
- Thit Ga Kho Gung – vietnamesisches geschmortes Hähnchen mit Ingwer und Limettenblätter – das zarte, würzige Hähnchen und der knackige Kkakdugi ergänzen sich geschmacklich perfekt.
- Und die asiatische Auberginen-Hack-Pfanne – ein schnelles Alltagsgericht, das mit Kkakdugi als Beilage gleich nochmal eine ganz andere Tiefe bekommt.
Kkakdugi – der koreanische Rettich-Kimchi, den du sofort lieben wirst
Zutaten
- 2 Kohlrabi
- 2 EL Zucker
- 1 EL Salz
- 4 Zehen Knoblauch
- 2 cm Ingwer
- 3 EL Gochugaru*
- 1 EL Fischsauce*
So geht’s
- Kohlrabi vorbereiten Kohlrabi schälen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Je gleichmäßiger die Stücke, desto gleichmäßiger fermentieren sie.
- Salzen und Zucker ziehen lassen Die Kohlrabiwürfel in eine große Schüssel geben, mit Salz und Zucker bestreuen und gut vermengen. Mindestens 30 Minuten stehen lassen. Der Kohlrabi zieht in dieser Zeit Wasser.
- Flüssigkeit regulieren – hier kommt der persönliche Twist Nach den 30 Minuten hat sich eine gute Menge Flüssigkeit gebildet. Jetzt kannst du entscheiden, wie dein Kkakdugi werden soll:
- Ich mag meinen Kkakdugi scharf, leicht süß, salzig und eher „trocken“ – der Kohlrabi bleibt so schön knackig. Deshalb hebe ich nur ca. 3 EL der austretenden Flüssigkeit auf und kippe den Rest weg. Wenn du deinen Kkakdugi süßer und saftiger magst, lass die Flüssigkeit einfach drin.
- Würzpaste machen Knoblauch fein hacken oder pressen, Ingwer reiben. Zusammen mit Gochugaru und Fischsauce zu einer Paste vermengen.
- Alles vermengen Die Würzpaste zu den Kohlrabiwürfeln geben und gründlich (am besten mit Handschuhen!) untermischen, bis alle Stücke gleichmäßig bedeckt sind.
- Einlegen und fermentieren Die Mischung in ein sauberes Glas oder einen Behälter geben. Gut andrücken, damit keine Luftblasen entstehen. Bei Zimmertemperatur 1–2 Tage stehen lassen, dann in den Kühlschrank. Nach 1–5 Tagen im Kühlschrank ist er perfekt. 🌶️
Mimi & Rose Tipps 📝
Alternativzutaten & Variationen
Du möchtest das Rezept anpassen oder hast nicht alle Zutaten zur Hand? Kein Problem – hier sind meine liebsten Alternativen:- 🥬 Statt Kohlrabi → koreanischer Mu-Rettich oder Daikon: Das Original! Wenn du einen Asiashop in der Nähe hast, lohnt es sich. Der Mu-Rettich ist etwas weniger süß als Kohlrabi, aber genauso knackig.
- 🌶️ Statt Gochugaru → Chiliflocken*, Pul Biber* oder Gochujang*: Gochugaru* (koreanisches Chilipulver) ist der Schlüssel für den typischen Kimchi-Geschmack. Im Notfall funktionieren normale Chiliflocken, aber der Geschmack wird etwas anders – weniger fruchtig.
- 🐟 Statt Fischsauce → vegane Fischsauce oder Sojasauce: Für eine vegane Version einfach austauschen. Sojasauce gibt weniger Umami als Fischsauce, aber das Ergebnis ist trotzdem lecker.
- 🧄 Statt frischem Knoblauch → Knoblauchpulver oder confierten Knoblauch: Ich sage es direkt: Frischer Knoblauch ist hier die beste Wahl und macht geschmacklich den größten Unterschied – also wann immer möglich, greif zum frischen! Wenn du aber gerade keinen zur Hand hast, sind Knoblauchpulver oder confierter Knoblauch gute Alternativen. Confierter Knoblauch ist durch das Garen in Öl deutlich milder und leicht süßlicher als frischer Knoblauch, was wunderbar zum süßlich-scharfen Profil des Kkakdugi passt. Einfach mit einer Gabel zerdrücken und unter die Würzpaste mischen. Da er milder ist, ruhig etwas großzügiger sein – statt 4 Zehen frischen Knoblauch einfach 5–6 Zehen confierten Knoblauch verwenden und nach Geschmack anpassen.
- 🍬 Statt normalem Zucker → Reissirup*, Ahornsirup* oder Agavensirup*: Verleiht dem Kkakdugi eine leicht andere Süße.
Kkakdugi ist der Beweis, dass Fermentieren keine Raketenwissenschaft ist und dass ein kleines Schälchen eingelegtes Gemüse ein ganzes Gericht aufwerten kann. Mit Kohlrabi statt traditionellem koreanischen Rettich hast du jederzeit eine leicht zugängliche, günstige und genauso leckere Variante dieses koreanischen Klassikers. Scharf, süßlich, knackig und voller Umami – einmal gemacht, willst du ihn nie wieder missen.
Probier es aus, spiel mit den Mengen und mach ihn zu deinem ganz eigenen Kkakdugi! 🥢
Bis zum nächsten Mal,
Mimi 🌸
Hat dir das Rezept gefallen?
Dann würde ich mich riesig freuen, wenn du es ausprobierst und mir zeigst, was bei dir auf dem Tisch steht! Tag mich auf Instagram oder TikTok – ich liebe es, eure Nachkoch-Ergebnisse zu sehen. Und wenn du Fragen hast oder Variationen ausprobiert hast, hinterlasse mir gerne einen Kommentar – ich freue mich über jede Rückmeldung! Teile das Rezept auch gerne mit Freunden und Familie, die ebenfalls auf asiatisches Essen stehen.
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